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Discussion Starter #1
Kowel, 21/6/1916
Meine lieben!
Wie ich Euch gestern schrieb waren wir auf den Marsch, bis Lupitow waren wir gekommen und sollten da übernachten, um 3/4 10 Uhr wurde wir unsern 4. Mann aufgerufen Gebäk(sic) fertig machen, wir solltenwieder zurückkommen, da wir nicht marschfähig sein, und es noch über 20 km Marsch seinen(sic) und sind nach dem Bahnhof gelaufen, wieder 3/4 St(un)de(?).
(Der) Weg ist mir sehr sauer geworden mit dem Gebäk(sic), die Nacht gegen 2 Uhr sind wir dann wieder hier angekommen, haben uns ein Lager in der Bereitschaft gesucht und dann am anderen Morgen wieder beim Battalion gemeldet, 3 Kompagnien liegen noch hier nur die 4. Kompagnie war einem Stabe zugeteilt, hier schieben wir nun wieder Wache, heer(?) wie lang, dann rücken die andern Kompagnie(n) auch mit uns nach, na dann hoffentlich mit der Bahn.
Nun wird es aber mit der Post so sein die Postsachen gehen doch an die Kompagnie wir haben zwar unsere Namen auf der Batalion(sic) gemeldet, aber ob dort so aufgepasst wird ist fraglich, doch eine andere Adr(esse) haben wir nicht, so muss ich eben auf Post warten, wenn es übersehen wird, Bruno habe ich es zwar gesagt.
Mir geht es soweit noch gut, was ich von Euch Alle auch hoffe, was macht unser Walter, ist Walter und Else noch in Leipzig.
Inder Hoffnung, dass es dir liebes Rosalchen unseren kl(einen) Walter den Eltern und Else u(nd Walter gut geht gr¨sst Euch Alle herzlich Euer Karl.
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Mein liebes Herzchen!
Wenn du nun den Brief und die Karte von gestern erhältst wirst du dich wieder geängstigt haben, doch ich wollte dir doch schreiben damit du Bescheid wusstest von einige Tage keine Nachricht kam.
Nun sind wir schon wieder hier aber wie lange dass weiss man nicht, wir werden wohl auch noch vorkommen aber wahrscheinlich mit der Bahn, doch dass lasst sich nicht andern dafür ist man Soldat und hat uns der liebe Gott bis jetzt beschutzt, so wird er auch weiter helfen, ja wenn es doch endlich Frieden würde und der unseeliche Krieg erst zu Ende währe, ja wie schön währe es doch könnte ich wieder bei dir sein wie schön war es doch früher und da wusste man es nicht zu schätzen wie gut wir es hatte, jetzt denkt(sic) ich manchmal darüber nach wenn ich auf der blanken Fussboden liege und doch doch(1 x too many "doch") mussen wir den lieben Gott danken, dass es noch so ist, denn wenn man an die Kamerade im Schützengraben denkt, da dürfen wir noch gar nicht murren, und immer noch zufrieden sein können wir. Nicht vor im Schützengraben kommen sondern blos auf Etappe.
Nun wir wollen das Beste hoffen und auf Gott vertrauen da wird es schon gehen.
Und nun liebes Herzchen wie geht es dir eigentlich du schreibt nie etwas davon, hoffentlich gut und bist du auch gesund.
Inder Hoffnung, das es dir liebes Herzchen gut geht grüsst u(nd) küsst dich dein treuen Karl.


Kowel, 21st of june 1916
My dears!
As I wrote to you yesteday we were on the march, we had come to Lupitow and were to stay overnight there, about 9.45 we, our 4th company, were called to make our packs ready, we were to go back as we were not fit to march and there was still more than 20 kilometers of marching to go, and we ran to the train station, another 45 minutes. The march had been very unpleasant for me with the pack, in the night about 2 o'clock we then got back here, searched for a camp in the reserve area and then next morning reported anew at the battallion. Three companies lay here, only the fourth company were assigned to a staff, here we once again do watch duty, how long will we be here? Then the other companies will come back with us, but then hopefully by train. As for mail it will be so that the mail will go to the company, we have already reported our names to the battallion, but whether they will have control over such matters is an open question, though we do not have another adress, so I'll have to wait for mail, if it is taken care of, I've already told Bruno. So far I'm well, as I hope you all are, what does our Walter do, are Walter and Else still in Leipzig? In the hope that you, dear Rosalchen, our little Walter, the parents and else are well, your Karl sends heartfelt greetings.
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My hearts dearest!
If you have recieved the letter and the card I sent yesterday you will have worried again, though I wanted to write to you so you would know that there would be no news for a few days. Now we are here once again but noone knows for how long, we will probably go forwards, but probably by train, though that can not be changed, that is why one is a soldier, and if the dear God has protected us this far then he will help us further on too, yes if there finally was peace and this unholy war would end. Yes, how beautiful that would be. Then I could be with you again and then we would not know how high to treasure how great a time we had, now I think a lot about that as I lie on the bare floor and though, though, we must thank the dear God that it is as it is, because if you think about the comrade in the trenches, then we cannot complain, and we can be content with our situation, that we go forwards in the army group, but do not get as far as the trenches. Now we'll hope for the best and trust in God, then it will turn out to the best. And now my hearts dearest how are you really, you do not write about that, hopefully you are well still. In the hope that you my hearts dearest are well your true Karl greets and kisses you.
 
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