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Discussion Starter #1
Turijsk, 30/7/1916.
Mein liebes Rosalchen!
Heute morgen deinen lieben Brief N° 179 erhalten habe mich sehr darüber gefreut, auch eine Buchse und Zeitnungen , sage Euch Allen vielen Dank dafür. Die Büchse habe ich noch nicht aufgemacht da wir wieder einmal alles haben packen müssen.
Die Russen planen einmal wieder grosse Angriffe , des Nachts blitzen die Geschütze am Himmel ununterbrochen, am Tag donnern dieselben, sie versuchen jedenfalls wieder einmal nach Kowel den wichtigen Kertenpunkt(?? sorry, don’t grasp the word fully, maybe he means: “Wendepunkt” = turning point ) durchzustossen, hoffentlich gelingt es Ihnen nicht. Walter schreibt mir heute einen Brief dass er mich hat besuchen wollen. Er sei 3 Tage weg gewesen und hat dann meinen Karte erhalten dass ich weg bin, wenn Kowel bedroht wäre würde Walter warscheinlich auch nicht mehr lange dort sein, denn der Stab macht sich doch zuerst swach*.
Bei Frieda kannst du dich für die Büchse Gemüse bedanken, ich habe jetzt keine Zeit zum schreiben. Seitden die 55 Mann weg sind haben wir vielen Dienst am Tage: Begleitposten bei gefangenen Russen, beim Einladen von Munietstion(sic = “Munition”), des Nachts Post stehen, da bekommt man es satt.
Sonst geht es mir noch gut, wenn es eben nicht mehr geht, gehts eben nicht mehr.
Inder Hoffnung, dass es dir liebes Rosalchen unseren kl(einen) Walter, den Eltern, Else u(nd) Walter recht gut geht grüsst und küsst dich 1000 mal dein Karl.
Viele Grüssen an deine Eltern.


Turijsk, the 30th of july 1916.
My dear Rosalchen!
This morning I got your dear letter number 179, I enjoyed it a lot, also a can
(of food) and newspapers, I thank you all a lot for them. I still haven't opened the can as we once again had to pack up everything. The russians are once again planning large attacks, during the night the guns light up the sky like lightning without stop, during the day they thunder, they are anyway trying to get to Kowel once again and push through the important (railway) junction, hopefully they will not manage it. Walter wrote a letter to me today that he'd like to visit me. He has been away for three days and then got my card that I had gone, if Kowel gets threatened Walter will probably not stay there for for long, as the staff makes itself scarce quickly. You can thank Frieda for the can of vegetables, I do not have the time to write now. Since the 55 men left we have a lot of work during the day: watching russian POWs, loading munitions, standing watch at night, that makes one fed up. Otherwise I'm fine, if it doesn't anymore it simply doesn't anymore. In the hope that you dear Rosalchen, our little Walter, the parents, Else and Walter are fine your Karl greets and kisses you a thousand times.
 
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