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Kowel, den 3/7/1916
Mein liebes Rosalchen!
Deinen lieben Brief N° 133 gestern abend erhalten (wir erhalten die Post jetzt Abends), habe mich sehr darüber gefreut und sage dir vielen Dank, leider hast du noch immer kein Post erhalten, hoffentlich bekommst du endlich einen Brief wo ich schriebe dass ich noch hier bin. Die Adr(esse) ist bis jetzt noch dieselbe, da die Postsachen zuerst auf das B(a)t(a)l(ion) gehen (und) dort sortiert werden und da bleiben unsern Sache zurück.
Gestern schrieb ich nun dass ich wieder bei der Komp(anie) sei, dass ist heute schon wieder anders.
Die 4. Komp(anie) zog gestern in Quartier in Stadt Kowel u(nd) ein Teil davon auf Aussenwachen, ich bekam Mittag wie ich schon schrieb, den Befehl zur Komp(anie) zurück (zu gehen) zum Arbeiten; kaum waren wir dort in einer Schule da hiess es schon wieder wir sollten nicht auspacken wir machte(n) die Nacht schon wieder fort 24 km von hier nach Torisk (Tovisk?), liegt südlich von Kowel, zum Bahnschutz. Dann später hiess es, die Nacht 3.35 (Uhr) wird abgefahren, ich dachte nun ich käme mit, da doch gefahren wurde.
Hatte auch schon wieder einen Brief an dich geschrieben, habe ich aber zum Glück noch nicht abgeschickt sonst hättest du dich wieder unnötig geängstigt. Abends gegen 9 Uhr kam der Feldwebel und sag(t)e dass ich zurück gehen sollte zu Bereitschaft. Dass ist ein Kommando welches einige kleine Wache stellt wo jede Komp(anie) 20 Mann stelle und unseren (Kompanie) lässt eben die nicht Marschfähigen zurück, jetzt sind wir 6 Mann von die 4. Komp(anie).
Da bin ich denn mit einen B(a)t(a)l(lion) Geschirr, welches einen Leutnant hergebracht hatte zurückgefahren, war so ziemlich eine Stunde Weg, solang ist das Kowel gebaut(?) und da waren wir noch nicht am Ende.
Also bin ich wieder in Kowel geblieben, wer weiss vielleicht ist es gut so.
Ich hatte doch nach Marmelade geschrieben, hats(sic) du den Brief auch nicht erhalten?
In der Hoffnung dass es Euch Allen recht gut geht grüsst u(nd) küsst dich dein treuer Karl.


Kowel, the 3rd of july 1916

My dear Rosalchen!
I got your dear letter number 133 yesterday (nowadays we get our mail in the evenings), I enjoyed it very much and say many thanks to you, sadly you've not recieved mail yet, I hope you'll finally get a letter where I write that I'm still here. The adress is so far still the same, as the mail goes to Battallion first and is sorted there and there our ones are retained. Yesterday I wrote that I was back with the company, but that is not so today. The fourth company went to quarters today in the city of Kowel and a part of it on perimeter watch, as I then wrote I got the order to return to the company to work; hardly had we arrived there in a school as the order was to not unpack we then spent the night going 24 kilometres from here to Torisk, it is south of Kowel, for railroad watch. Then later, at 3.35 at night, the order was to go on, I then thought I was to go with them, as transport had started. I once again wrote a letter to you, but luckily I did not send it or you'd have had to worry for no reason again. In the evening about 9 o'clock the feldwebel came and said that I was going back to "readiness". That is a small watch unit where every company sends 20 men, and our company allows even those who are not fit for marching to go back, at present we are six men from the fourth company. Then I went back on a battallion carriage, which a liutennant had brought, was apparently an hour of road, as Kowel has been built so far and then we were not at the end.
(Does he mean that Kowel has been built along a road and thus stretches far though it is a small place?). So I remained in Kowel, who knows, perhaps it is good so? I wrote to you for marmalade, have you not gotten that letter either? In the hope that you alle are fine your true Karl greets and kisses you.
 
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