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Discussion Starter #1
Receiver: Frau Anna Menges / Grossen-Linden b(ei) Giessen / Obergasse N°10 / (in Hessen)

Sender: Abs(ender)
Fritz Schmidt / ...?stelle 3 / Deutsche Feld...? 227
Remark: Anna Menges/Post 6 mentioned, in very faded writing, what we can see on this stamp: "Verma(e?)ssung Abteilung". What is that?

Geschrieben den 5/6/17
Liebe Schwester Anna!
Endlich komme ich dazu auch Dir wieder mal zu schreiben. Könnte Dir wirklich nicht früher schreiben, denn die Zeit und der Umstand hat es nicht zugelassen.
Liebe Schwester zuerst danke ich Dir vor die erhaltenen Cigarren. Auch Brief erhalten. Wie ich sehe willst Du ja einer Gesuch machen, um Heinrich in der Schweiz zu bekommen. Hoffentlich gelingt es dir, Ihn von seiner Leidenzeit zu befreien. Ich bin ja der festen Uberzeugung dass wir alle bald befreit werden. Denn alle Länder sehnen sich nach Frieden. Die gelzige(?) Friedeskonferenz in Stokolm wird wohl der Haubt Schritt dazu sein. Die Völker werden wohl den Frieden machen mussen. Denn, endlich, einmal muss doch dieser Elend aufhören. Denn lange genug hat es doch schon gedauert. Wir können ja zwar nichts daran ändern, aber wir hoffen das beste.
Mir geht es sonst gesundheitlich noch ganz gut. Ziehmlich(sic) warm ist es ja mich schon, aber zum aushalten. Man hat sich ja auch schon ziehmlich daran gewöhnt.
Hoffe nun auch dass es Dir und Deiner Hanni auch Heinrich noch recht gut geht. Wie mir meine Anna schrieb warst Du Pfingsten in Reiskirchen, hoffentlich sind auch unsern lieben Eltern noch gesund.
Bruder Karl scheint wohl ab und zu mal slecht zu schreiben.* Karl macht mir der Mutter immer das Herz schwer denn um Ihren Karl hat Sie doch die meiste Angst. Dürfst aber Mutter nicht's zu sagen davon.
Nun will ich schliessen in der Hoffnung auf einen baldigen Frieden und auf ein gesunden frohen Wieder(sehen?).
Grüsst Dein Bruder Fritz.


Written June 5th, 1917

Dear Sister Anna!
I'm finally getting around to writing you again. I really couldn't write you earlier, as time and circumstances did not allow.

Dear sister, first let me thank you for the cigars that I received. Also got your letter. As I read, you wish to petition to have Heinrich released into Switzerland. I hope you are successful in getting him released from his woeful period. I am firmly convinced that we will all soon be freed, as all countries are yearning for peace. The current peace conference in Stockholm will be the most important step toward that. The Peoples will certainly have to make peace. Then, once and for all, this calamity must finally end. It has lasted long enough. Indeed, we can't do anything ourselves to change things, but we hope for the best.

Healthwise I am still well. The heat seems to me to still be a bit high, but I can bear it. One gets used to it.

I hope that things are still going well for you and Hanni, as well as Heinrich. As my Anna wrote me, you were in Reiskirchen for Pentecost, and hopefully our parents are still well. Brother Karl now and then appears to be a poor correspondent. Karl is always causing Mother to have a heavy heart. He is the one she is most afraid for. Don't you dare say anything to Mother about this.

I'll close now with hopes for a prompt peace and a happy, healthy homecoming.

Greetings From Your Brother,
Fritz
 
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