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Super Moderator
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Discussion Starter #1
Receiver: An Fräulein / Marie Glänzer p(er) Ad(resse) H(errn Stör / in Hegheim(sic) b(ei) Gla...(?), Kr(ei)s Büdingen / (Oberhessen)

Sender: Musket(ier)(?) Glänzer / Res(erve) Laz(arett) I (V?) / M...-G...(?) / St(uttgart?)
III / Zimmer 97

Geschrieben, Stuttgart den 2ten Nov. 1916
Liebe Schwester!
Deinen lieben Brief habe ich erhalten, was mich sehr gefreut hat. Sagst mir aber nichts davon dass du mir das Gewünschte nicht schicktest. Hätte wohl ein paar Mark brauchen (können), da ich mir ein paar neue Hosenträger und ein Bauchtbeudel(??) kaufen (möchte) aber verzichte darauf.
Schreibe dir dass ich mich untersuchen lassen hab und jetzt im Bett bleiben muss. Gestern hatte ich 38° C(elsius) Fieber, dass man sich bei den paar Mark noch Geld sparen kann, das bringt nicht jeder fertig, musse dann nicht rauchen und auch keine Brief nach Hause schreiben.
Habe gerade jetzt wieder für 35 Pfennig Briefpapier gekauft. Ich schreibe überall hin. Kosst das mich nichts? (the question mark is mine) Von zuhause habe (ich) schon 14 Tage nichts gehört. Schreibe dir dass ich leichte Blinddarmentzundung habe. Alles ander werde ich dir später schreiben.
Nehme es dir gar nicht übel das du mich nichts geschickt hast. Sparen muss man allerdings, da hast du recht. Also das Geld haben wir gerade verachtet(??) im Felde. Ich hätte ja auch alsmar me(h)r schicken können. Wenn man mal hier, da will ja etwas lästig sein und sich Zeitvertrieb machen. Nehme mir nichts übel, was ich geschrieben habe, bitte um baldig Antwort und grüsse dich recht herzlich.
Dein treuer Bruder Heinrich.
Auf Wiedersehen.
 
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