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Discussion Starter #1
Receiver / Note the red censorshipstamp, this letter is read by a third person before it came in Heinrich's hands.
Is there an address on the back (sender)?

Herrn Heinrich Faber Pionier
Reserve Lazarett, X, Stamm 256, IH
Frankfurt am Main
Neue Mainzerstr(asse) 60


B.21.7.916
Geehrter Herr Faber,
Bin im Besitze Ihrer lieben Zeilen, wofur ich Ihnen bestens danke. Die Mitteilung, die Sie mir über Ihre Verwundung machten, stimmt mich traurig, denn man kann sich denken welchen Schmerz Sie ertragen müssten.
Bei Verdun, bei den grossen Kämpfen standen Sie, und wie viele werden dort Ihr junges leben gelassen haben.
Danken sie Gott, dass sie heute schon wieder so weit hergestellt sind, um einige Stunden ausser bet zu sein.
Trauen Sie sich nicht zu viel, befolgen Sie dem Rat unserer guten Ärzten, und seien Sie auf der gut(?), damit Ihre Genesung gut von sich geht.
Der schreckliche Krieg, so kurz das Wort, und so viel Leiden und Schmerzen bringt es mit sich. Wie viele Familien trauren um ihre Vätern, und wie vielen erwartet dieses Schicksal, und doch dürfen wir den Mut(h?) nicht sinken lassen, wir mussen siegen.
Möge doch, der Allmächtige, die Siegeglocken bald läuten lassen, damit die ganze Welt zur ihrer Ruhe wieder kommt, der sehnlichste Wunsch aller. Wann werden sie lauten?
Alles liegt in Gottes Hand, möge er nur die Gerechtigkeit (?)allten(?) lassen.
Herr Faber, schreiben Sie mir nicht vom Dank, schreiben Sie mir immer, mit so oft es Ihnen möglich ist, wie es Ihnen geht, nehme grossen Anteil an Ihrer Genesung.
Es freute mich ja, dass Sie das kleine Paket erhalten haben, und es soll bald wieder eins folgen, nachdem ich weiss, dass Sie es erhalten.
Ich habe es versprochen und ich werde Wort halten so lange es mir möglich ist.
Zum Schluss wünsche Ich Ihnen vom ganzen recht guten Verlauf Ihrer Genesung und grüsse Sie aufs freundlichste.
Therese Nassinger
Bodenbach a/d Elbe


B[odenbach] 21st of July [1]916

Honored Mr. Faber:

Am in receipt of your dear lines, for which I offer you my best thanks. The stories that you have shared with me concerning your wounding sound very sad to me, as one can imagine what kind of suffering you must be enduring.
At Verdun, you stood in the greatest fighting; how many have given up their young lives there. Be thankful to God that today you have recovered so much that you can spend a few hours out of bed. Don't be too sad, follow the advice of our good doctors, and be on your best behavior, so that your convalescence will continue apace.
The terrible war, so short a word, and yet so much sorrow and pain does it carry with it. How many families mourn their fathers, and how many will yet suffer this fate, but we must not let our spirits flag, as we must be victorious. May God soon allow the bells of victory to peal, so that the whole world can again be at peace, which is the most fervent wish of all. When will they ring?
Everything lies in God's hands. May he now allow justice to prevail.

Mr. Faber, do not write to me out of gratitude, but rather write me as often as you can to let me know how you are doing, as I am greatly interested in the progress of your convalescence.
I am happy to hear that you received the small package, and another will soon be on its way, now that I know that you have received it. I have promised this to you, and I will keep my word so long as possible.

To close I will wish you good progress in your recovery, and send you the warmest greetings.

Therese Nassinger
Bodenbach a/d Elbe
 
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